Geboren in Lienz, Österreich. Nach ihrem Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien verbrachte sie einen Großteil der 1980er Jahre in New York, eine Zeit, die ihr Leben und ihre künstlerische Praxis maßgeblich prägte. 1990 übersiedelte sie nach Amsterdam, wo sie seither lebt und arbeitet. Mit verschiedenen Medien wie Fotografie, Performance, Video, interaktiven Medien und Skulptur erforscht sie den menschlichen Körper und seine Positionierung in einem sozialen, kulturellen, historischen, physischen und digitalen Kontext. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist die Verwendung von Objekten und handgefertigten Kleidungsstücken als Requisiten und ‚Werkzeuge‘ zur Herstellung von Beziehungen.

Prinzipiell geht es der Künstlerin immer um das Ausloten und Instrumentalisieren „von Schnittstellen zwischen Körpern, ihrer Oberflächen und deren Verschränkungen mit Räumen, mit Blicken und Klang und nicht zuletzt mit kulturellen Zeichensystemen“, wie Reinhard Braun (Camera Austrai) die Basis-Intention Margret Wibmers einmal sehr treffend formuliert hat. Darüber hinaus und im Speziellen konkretisieren sich die thematischen und inhaltlichen Aspekte solcher Settings und Interventionen jeweils im Kontext ihres Ortes und ihrer Zeit. Da bringt die Künstlerin das Verhältnis des Individuums (als physisches, geistiges und „politisches“ Subjekt) zu jeweils über-individuellen (ethischen, normativen, formalen …) Gegebenheiten (wie Mode, Umwelt, Ökonomie, Religion, Politik, Kultur/Geschichte …) „mehrsprachig“, d.h. auch mehrdeutig interpretierbar, zum Ausdruck. Das gelingt, indem sie die Grenze zwischen Produzent/in und Rezipient/innen verflüssigt, Letztere zu potenziellen Ko-Generierenden ihres „Werks“ macht. Das „Werk“ ist damit ein zwar im Kern konzeptuell gefestigtes, in seiner äußeren Formulierung aber offen und flexibel, weil nach außen geöffnet.

Seit 1984 internationale Ausstellungsbeteiligungen, Einzelausstellungen und Performances unter Anderen im Palais de Tokyo, Paris, Frankreich (2016); RMIT Design Hub, Melbourne (2015); Oude Kerk, Amsterdam (2015); Ishikawa Nishida Kitaro Museum of Philosophy, Japan (2013;) / KAI 10 – Arthena Foundation, Düsseldorf (2012); Centro per l’arte contemporanea Luigi Pecci, Prato (2006); Fashion Moda Gallery, South Bronx, USA (1988).


With a contribution by Lucas Gehrmann.